Die ewige Liebe … und sowas in der Art

2016 gab es in England was zu feiern: Vielleicht nicht unbedingt das Abschneiden der englischen Nationalmannschaft in der Fußballeuropameisterschaft. Aber auf jeden Fall die Geburtstage von Queen und Prinz: Sie wurden nämlich 90 und 95 Jahre alt. Und sie sind noch immer – so scheint es – ein durchaus glückliches Paar. Das war ein Fall für die Regenbogenpresse, aber es ist natürlich auch ein Thema für unseren Lions-Blog unter dem Motto: „Starke Menschen stärken Freiheit“.

Zwischen Absicht und Verwirklichung

Was Queen Elizabeth und Prinz Philip geschafft haben und noch immer schaffen, das schaffen nun wirklich nicht viele: Ein Zueinanderstehen, trotz zurückliegender Höhen, Tiefen und Kurven, und ein Miteinander im Voranschreiten in der Gegenwart und in die Zukunft. In einer Welt der Schnell- und geradezu oftmals Beliebigkeit ist dies schon verwunderlich. Und an dieser Stelle wechseln wir nun den Ort des Geschehens: Von der Welt des englischen Königshauses hinein in die Welt der Unternehmen und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Zueinanderstehen, trotz Höhen, Tiefen und Kurven, und ein Miteinander in der Gegenwart und Zukunft erwarten Unternehmen von ihren Mitarbeitenden, aber das erwarten auch die Mitarbeitenden von ihren Unternehmen. Unumstritten ist, dass das Miteinander zwischen Mitarbeiter und Unternehmen der wesentliche Faktor für das Einbringen von Ideen und damit für die Möglichkeit von Innovationen, für das Teilen von Wissen oder auch für die Gewährleistung von Qualität darstellt. Und wenn wir von einem Miteinander sprechen, dann sprechen wir von einem so freiwilligen, wie selbstverständlichem Miteinander – kurz: von einer funktionierenden Unternehmenskultur! Das erwarten Unternehmen und das erwarten Mitarbeiter. Das Problem: Erwartungen sind Absichten, aber eben noch keine Verwirklichungen.
Was ist also zu tun? Was machen Queen und Prinz und auch andere Paare richtig, die schon so lange dieses erfolgreiche Miteinander er- und vorleben? Und lassen sich diese Prinzipien auch auf Unternehmen übertragen?

Faktoren für ein gelingendes Miteinander

Es gibt zu diesen Fragestellungen etliche wissenschaftliche Studien, deren repräsentative Ergebnisse nicht so gänzlich überraschen. Das Geheimnis des Erfolgs liegt in einem regelmäßigen gemeinsamen Abgleich der Partner zwischen Ideal und Realität und der sich daraus erarbeiteten und für beide Seiten stimmigen Balance. Das heißt: Die Erwartungen für Gegenwart und Zukunft sind die für beide Seiten akzeptierte Schnittmenge aus Idealzustand und Realität. Daraus ergibt sich ein weiterer wesentlicher Faktor für ein erfolgreiches Miteinander: die Hilfsbereitschaft. Beide Seiten wissen, was und wie viel sie jeweils von der anderen Seite erwarten können. Diese Erkenntnis ist enorm wichtig, denn genau dieser Einklang bringt ein hohes Maß an Sicherheit, an Geborgenheit und letztlich an Vertrauen mit sich – sozusagen der vierte Faktor.
Und ein leider allzu oft als nicht ganz so wichtig erachteter Faktor ist: Humor! Partner, die viel gemeinsam lachen, sind nachvollziehbar enger miteinander verbunden, als Partner, die nicht miteinander lachen, weil es scheinbar nichts zu lachen gibt. Als Beispiel: Fehler können durch Maßregelungen, Vorwürfe und bestrafende Konsequenzen gehandhabt werden. Der andere Blickwinkel wäre: Durch Fehler entsteht definitiv Wissen. Daraus ergeben sich Chancen zum Andersmachen und oftmals sind diese der Ausgangspunkt zu Innovationen. Nicht zuletzt kann über die meisten Fehler nach deren Behebung sogar gelacht werden. Kann! Nochmaliges Stichwort: Die Unternehmenskultur!
Somit können wir festhalten, dass die Faktoren für langlebige erfolgreiche Partnerschaften nicht überraschend neu, aber zum einen eigentlich leicht zu verstehen und zum anderen leicht zu übertragen sind: Auf Unternehmen, auf Freundschaften, auf Geschäftsbeziehungen, auf Kolleginnen und Kollegen. Und das alles ist über viele wissenschaftliche Studien auf allen Kontinenten belegt.

Und noch ein Faktor …

Vor einigen Jahren haben übrigens Forscher der Uni Genf noch einen weiteren Faktor für die ewige Liebe gefunden: Ehen seien unter anderem vor allem dann stabil, wenn die Frauen schlauer sind als ihre männlichen Partner. Vielleicht ist das eine etwaige Erklärung dafür, dass so viele Ehen in die Brüche gehen? Aber nicht jede Frage muss gestellt werden.

By | 2017-01-22T17:25:13+00:00 22. Januar 2017|Business|

About the Author:

Markus Reimer

Leave A Comment